Was sind denn Sterngucker-Chalets? Ja, passt mal auf, das wird gut. Wir bauen drei Ferienhäuser auf Stelzen für unsere Gäste. Zwei Personen schlafen im Schlafzimmer mit Sterngucker-Fenster nach oben, so dass man nachts den Himmel vom Bett aus den Himmel sehen kann. Zwei Personen schlafen, wie in unseren Bergchalets, im Alkoven mit Panoramafenster zur Burg Trifels. Wie bei unseren anderen Stelzenhäusern auch ist eine Küche eingebaut und ein modernes Bad. In den Sterngucker-Chalets sogar mit Sauna.
Im September hat die Rheinpfalz schon berichtet, jetzt ist es soweit! Die Baugenehmigung ist da und es kann losgehen!
Bleibt dran, das wird spannend!

Was die Rheinpfalz über uns schreibt:
Neue Stelzenhäuser für Sternegucker
Gut gebettet: Vom ehrwürdigen Kurhaus bis zu Hexenhäuschen. Rund um das Jugendstilhotel Trifels ist ein Mosaik ungewöhnlicher Übernachtungsorte entstanden – und es soll noch weitergehen.
Wer hätte damals geahnt, was sich aus dem Kauf des alten Kurhauses Trifels entwickeln würde? Als die Baumarkt-Familie Hornbach 2010 den Prachtbau aus der Gründerzeit am Waldrand von Bindersbach vom
Land kaufte, sollte daraus vor allem ein Seminarhotel für die Wissenschaft entstehen.
Doch seitdem hat sich das Jugendstilhotel Trifels sichtbar gewandelt. Stück für Stück kamen neue Häuser hinzu: eine imposante Villa am Stadtrand von Annweiler, Hexenhäuschen, ein Konferenzraum auf Stelzen, Baumhäuser mit Panoramablick auf den Trifels, Tiny Houses am Berghang und zwei Ferienhäuser für die ganze Familie.
Das insgesamt 114 Betten umfassende Übernachtungsensemble mit dem eigenen Restaurant „Alten Kurhaus“ ist ein Potpourri an Ideen mit Fokus auf „Urlaub in der Natur“. Dafür wurde das Hotel 2024 auch mit dem Tourismuspreis des Landes ausgezeichnet. In diesem Jahr kam noch die Auszeichnung als Top-Ausbildungsbetrieb hinzu. Von den 25 bis 30 Mitarbeitern sind 6 Azubis.
Weiterhin dient das altehrwürdige Kurhaus-Gebäude als wissenschaftliche Begegnungsstätte. Dem extra dafür gegründeten Verein gehören die Unis Kaiserslautern/Landau, Mannheim, Karlsruhe, Darmstadt, Trier und Mainz an, die das Haus regelmäßig zu günstigen Konditionen für Tagungen nutzen können.
„Hier kommen Teilnehmer von Unis aus ganz Deutschland und sogar der ganzen Welt vorbei“, berichtet Angelika Hornbach, die das Hotel zusammen mit ihrer Mutter Bettina Hornbach führt. Alljährlich treffen sich Forscher zu einem aktuellen gesellschaftlichen Thema zur „Sommer School“ in Bindersbach, die mit dem „Trifelser Gespräch“ ihren öffentlichen Abschluss findet. In diesem Jahr etwa ging es um KI.
Weil die drei Seminarräume in dem 114 Jahre alten Haus nur begrenzt Platz bieten, landete 2022 am Fuße des Kurhauses ein Konferenz-Ufo – ein flaches Holz-Ei auf Stahlstelzen. Das „Oval Office“ ergänzt die Tagungszimmer im Haupthaus um einen 60-Quadratmeter-Raum für bis zu 35 Personen.
Schwarze Eichenholzverkleidung, barrierefreier Zugang, Möblierung aus regionaler Maßarbeit und eine Form, die Reaktionen hervorruft. Und genau solche ovalen Stelzenbauten soll es bald noch weitere auf dem Gelände geben. Diese dann sogar noch größer.
Auf zwei Etagen sollen die „Sternegucker-Chalets“ Platz für vier Urlaubsgäste bieten. Wem sie ihren Namen verdanken? Einem riesigen gebogenen Panoramafenster im Schlafzimmer. Wer im Bett liegt, kann abends den Ausblick auf den angrenzenden Wald genießen und nachts jenen auf das Sternenfirmament.
Denn seit Annweiler seine Außenleuchten umrüstete und damit Lichtverschmutzung reduzierte, ist die Kleinstadt als „Gemeinde unter den Sternen“ zertifiziert – also als einer der Orte im Pfälzerwald, die besonders klare Nachthimmelerlebnisse versprechen. Zudem werden die Ferienhäuser jeweils eine überdachte Terrasse und eine Sauna mit kleinem Bullaugenfenster bekommen.
Entstehen sollen die drei neuen Chalets auf der Wiese zwischen dem alten Kurhaus und den sieben bereits bestehenden Stelzenhäusern am Waldrand. Nach Ende der Hauptsaison sollen die Arbeiten im Winter beginnen. „Wir hoffen, dass wir bis nächstes Jahr Herbst eröffnen können“, kündigt Angelika Hornbach an.
Und jetzt halten Sie sich fest: Eigentlich hatten die Hornbachs sogar noch fantasievollere Pläne für das Gelände. Statt in den Himmel sollte es nämlich eigentlich in die Erde gehen. In die Wiese gebaute Hobbithäuser, ein Auenland am Rande des Pfälzerwaldes schwebte dem Hotelbetrieb ursprünglich vor. „Leider gibt es nur ein Architekturbüro, das darauf spezialisiert ist. Und das ist so ausgelastet, dass es keine Aufträge mehr annimmt“, erklärt Angelika Hornbach, warum der „Herr der Ringe“-Traum platzte.
Aber dafür haben die beiden Hornbach-Frauen schon andere Pläne für das Areal. Ein weiteres Tagungsgebäude soll auf der Wiese seinen Platz finden. Ein zweistöckiger Rundbau mit viel Glas und dunklen Holzpanelen ist angedacht, der oben einen Seminarraum für bis zu 50 Personen und unten eventuell einen Sauna-/Wellnessbereich für alle Hotelgäste bietet. Dieses Projekt geht aktuell noch durch die städtischen Gremien.
Von dort aus sind es nur ein paar Meter bis zu den Baumwipfelhäusern, die sich seit 2023 auf meterhohen Stelzen in die Höhe recken. Wer die 60 Quadratmeter großen Holzbauten betritt, steht vor riesigen Fensterfronten über zwei Etagen, die den Blick weit öffnen: nach vorn zur Burgen-Dreifaltigkeit Trifels, Anebos und Münz, nach hinten auf den Kastanienwald.
Direkt darunter wurden im selben Jahr vier dunkle, kubusartige Holz-Chalets eröffnet. Die Tiny Houses auf Stelzen sind ein muggelicher Rückzugsort mit Bettnsiche für die Großen und Doppelstockbett für die Kleinen, Küchenzeile und einem großen überdachten Balkon.
„Sie sind fast immer ausgebucht“, berichtet Geschäftsführerin Angelika Hornbach, „viele Gäste kommen extra für die Baumwipfelhäuser und Bergchalets – und natürlich auch für unsere Hexenhäuschen.“ Denn der Reigen der außergewöhnlichen Schlafplätze des Jugendstilhotels wird in der Trifelsstadt fortgeführt.
Direkt am Waldrand Richtung Bindersbach, nur wenige Meter vom Park entfernt, stießen die Hornbachs ein paar Jahre nach dem Kauf des Kurhauses zufällig auf ein weiteres Jugendstil-Schmuckstück: die Villa Waldfrieden. Der Umbau geriet zur Kernsanierung. Herausgekommen ist ein Gästehaus mit zwölf Zimmern und Gemeinschaftsküche, in dem „alter Charme auf modernes Inneres trifft“, wie es Bettina Hornbach beschreibt: aufgearbeitete Originaldetails, Möbelstücke aus der Zeit und in jedem Zimmer Bilder der Annweiler Künstlerin Getrud Geib – neben Flachbildfernseher und neuen Bädern.
Und im Park oberhalb der Villa lugen zwei hutzelige Häuschen zwischen den Bäumen hervor. Dort stehen „Hänsel“ und „Gretel“. Schräge Fenster, schiefe Dachgiebel, eine kleine Veranda mit Blick über die Stadt. Innen: zwölf Quadratmeter mit Bad, Küchenzeile und Schlafempore. Wer die „Himmelsleiter“ hinaufklettert, schläft unterm Dach, wer hinausgeht, sitzt im Märchen.
Text von Judith Hörle, veröffentlich in der Rheinpfalz am 12. September 2025

